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Gespräch mit Svenja Flaßpöhler über (Hyper-)Sensibilität

Vergangene Woche hat SWR2 Wissen in der Reihe "Aula" ein Gespräch mit Svenja Flaßpöhler über die Kernaspekte ihres 2021 erschienenen Buches zum Thema Sensibilität veröffentlicht. Auf dem Buchrücken findet sich folgendes Zitat der Autorin, das die Thematik des Gesprächs absteckt: " Sensibilität ist eine zivilisatorische Errungenschaft. Im Kampf um Anerkennung unterdrückter Gruppen spielt sie eine wichtige Rolle. Aber sie kann auch vom Progressiven ins Regressive kippen. Über diese Dialektik müssen wir nachdenken, um die gesellschaftliche Polarisierung zu überwinden." Der rund halbstündige Podcast lohnt das Hören: " So tickt die sensible Gesellschaft | Gespräch mit der Philosophin Svenja Flaßpöhler ". Wenn man sich vertieft mit den angesprochenen Themen beschäftigen möchte, empfiehlt sich das zugrundeliegende Buch:

Buchvorstellung: „Geschichten gegen den Hass" von Bastian Berbner

Das Buch Geschichten gegen den Hass von Bastian Berbner (2019), beschreibt auf etwa 203 Seiten Hass gegenüber Fremden und die dazugehörigen Vorurteile. Damit wird das sehr aktuelle Thema des stetig wachsenden Populismus bearbeitet. Das Buch setzt sich aus acht Kapiteln zusammen, indem jedes ein individuelles Schicksal beschreibt. Einblick in die Geschichte des achten Kapitels:  Im achten Kapitel gerät Jamal aus der dänischen Kleinstadt Århus durch einen Ausrutscher im Religionsunterricht in massive Schwierigkeiten. Die Situation schaukelte sich so hoch, dass ein Terrorverdacht gegen ihn entstand, Polizisten sein Zuhause durchsuchten und er der Schule verwiesen wurde. Durch dieses Missverständnis zerbrach sein Leben. Er zog sich immer mehr zurück und aus der stetigen Leere wurde Wut. Dies war der Nährboden, der ihn für die örtlichen Radikalen anfällig werden ließ. Im Sommer 2012 gingen in der Polizeistation von Århus duzende Anrufe und Besuche ein, die der Polizist Torleif Link ent...